Dominik Meichtry gewinnt Silber

20.12.2008 - Lorenz Liechti:

Dominik Meichtry gewinnt an der Kurzbahn Europameisterschaft in Rijeka seine erste Medaille auf internationalem Parkett. Der St. Galler erobert über 200m Freistil die Silbermedaille und stellt mit 1:43,11 neuen Schweizerrekord auf. Meichtry verpasste den Titel gerade mal um 2/100, war aber deswegen gar nicht traurig: ?Ich wollte diese Medaille unbedingt und im Moment spielt es mir keine Rolle, welche Farbe sie hat?, sagt der glückliche 24-jährige. Mit nur gerade acht Wochen Training seit den Olympischen Spielen, ging Meichtry das Rennen sehr mutig an und suchte sein Glück in der Flucht nach vorn. Unter 50 Sekunden bei 100 Metern und bis 150 Meter unter Weltrekordpace, damit überraschte er sein Gegner und lag deutlich in Führung. Auf den letzten Metern büsste er zwar für sein Tempo, musste aber nur einen Gegner passieren lassen. Patrizia Humplik gelang im Final über 100m Brust erneut eine Steigerung, die aber nicht mit einer Medaille belohnt wurde. Die Bernerin, die seit wenigen Monaten für den SK Worb startet, schlug nach 1:05,91 an und wurde Vierte. Zur Bronzemedaille fehlten der 18-jährigen drei Zehntel. Nach Halbzeit des Rennens lag sie noch zurück, drehte dann aber auf und legte die zweite Hälfte in 34,56 Sekunden zurück ? so schnell wie sonst keine Konkurrentin. Zum Abschluss der Meisterschaft setzte die 4x50m Freistilstaffel der Männer einen schönen Schlusspunkt: die Schweizer klassierten sich im siebten Rang und verbesserten den Schweizerrekord vom Vorlauf erneut um 1,33 Sekunden auf 1:26,34. Flori Lang stellte dabei als Startschwimmer mit 21,75 gleich noch einen Schweizerrekord auf (Vorher: Novy 21,81 aus dem Jahr 2003). Die weiteren Abschnittszeiten: Dominik Meichtry 21,68 ? Aurélien Künzi 21,31 ? Daniel Rast 21,53. Die Bilanz des Schweizer Teams in Rijeka fällt positiv aus: zwei Medaillen, drei weitere Finalplätze, eine Bestzeitenquote von gegen 70%, 22 Schweizerrekorde und eine starkes Auftreten als Team stellen eine sehr gute Ausbeute dar. Leistungssportchef Steffen Liess fasst die Leistungen mit dem Wort ?ermutigend? zusammen. ?Ich bin sehr zufrieden und sehe, dass die Schwimmer mit ganz wenigen Ausnahmen Fortschritte gemacht haben und mit der Entwicklung im Schwimmsport Schritt halten können?.

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