Swiss Swimming unterstützt Bemühungen für klare Regeln im Bereich der Rennanzüge

15.12.2008 - Lorenz Liechti:

Anlässlich der Kurzbahn-EM in Rijeka hat sich eine grosse Zahl der europäischen Teams in einer gemeinsamen Erklärung an den Weltschwimmverband FINA zur Problematik der Rennanzüge geäussert. Die enorme Zahl der Rekorde und die schier unglaubliche Entwicklung des Weltniveaus haben einen sehr direkten Zusammenhang mit der neusten Generation der Schwimmanzüge. Die Regelungen für die Zulassung der Anzüge und der Materialien sind derzeit alles andere als eindeutig und es ist im Moment nicht von der Hand zu weisen, dass die Chancengleichheit im Schwimmsport nicht mehr gegeben ist. So können die Offiziellen im Moment nicht einmal kontrollieren, ob die getragenen Anzüge zugelassen sind, da es keine offizielle Liste der FINA gibt. Die Mehrheit der anwesenden Mannschaften Europas hat nun eine Stellungnahme unterschrieben, die von der FINA klare Regelungen verlangt. So soll künftig eine unabhängige Kommission für die Zulassung der Anzüge sorgen, Materialien müssen definiert werden und grundsätzlich soll nur ein Anzuge getragen werden dürfen. In Rijeka sah man regelmässig Schwimmer, die zwei oder gar drei Anzüge übereinander trugen, was offenbar für noch mehr Stabilität und Auftrieb sorgt. Die Regeln sollen wenn möglich noch vor der WM in Rom ausgearbeitet und in Kraft treten. Sie sollen dafür sorgen, dass wieder der beste Schwimmer gewinnt und nicht der, mit dem besten Anzug. Selbst unter denjenigen Nationen, deren Schwimmer am meisten von den Anzügen profitiert haben, ist man sich einig, dass es in dieser Form nicht weitergehen darf. Die Anzüge werden im Moment verwendet, weil sie von den Herstellern entwickelt wurden und zur Verfügung stehen ? nicht weil man sie wollte, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Der ?richtige? Anzug ist zudem eine individuelle Sache, die auch von der Strecke und Disziplin abhängt. Viele Länder haben Verträge mit Ausrüstern, welche die Athleten verpflichten, nur ihre eigenen Anzüge zu tragen, was in vielen Fällen zu einer Benachteiligung führt. Bei Swiss Swimming ist dies nicht der Fall da die Athleten freie Wahl haben.

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