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Flavia Rigamonti gewann zum dritten Mal Gold

11.12.2004 - Patrick B. Kraemer:

(Quelle: Si) Flavia Rigamonti hat an den Kurzbahn-EM in Wien über 800 m Crawl zum dritten Mal nach 1998 und 2001 Gold gewonnen. Flori Lang verpasste über 50 m Rücken mit Schweizer Rekord als Vierter eine Medaille um einen Hundertstel.
Rigamonti schwamm mit 8:17,39 ihre drittbeste Zeit auf ihrer Paradestrecke im 25-m-Becken; ihre vor zwei Jahren in Riesa aufgestellte nationale Bestleistung verpasste sie um 1,23 Sekunden. Wie stark ihre Leistung einzustufen ist, zeigt ein Vergleich mit dem Weltrekord der Japanerin Yamada Sachiko, der bei 8:13,35 liegt. Die 23-jährige Tessinerin liess der Konkurrenz keine Chance und distanzierte die zweitplatzierte Dänin Lotte Friis um fünf Sekunden. Die entthronte Titelverteidigerin Erika Villaecija aus Spanien, die im Mai auch auf der Langbahn triumphiert sowie an den Olympischen Spielen in Athen den 5. Rang belegt hatte, verlor als Dritte gar neun Sekunden auf die Schweizerin.

Rigamonti, die nicht als Schnellstarterin bekannt ist, lag bereits bei der zweiten Zwischenzeit nach 100 m in Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit diesem Sieg holte sie bei ihrer sechsten Teilnahme an Kurzbahn-EM ihre ebensovielte Medaille: Je dreimal Gold und Silber lautet nun die fantastische Bilanz.

Für Rigamonti ist dieser Triumph eine besondere Genugtuung, nachdem sie an den Olympischen Spielen in Athen den enttäuschenden 13. Platz belegt hatte. "Ich bin wieder zurück", sagte die Olympia-Vierte von 2000 in Sydney freudestrahlend. Sie habe von Anfang an Spass gehabt. "So ein gutes Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Ich hoffe, dass ich die Leistungen nun auch auf der langen Bahn wieder bringen kann", fuhr Rigamonti fort.

Die starke Vorstellung ist ein Beweis dafür, dass die Tessinerin mit der Rückkehr an die Southern Methodist University in Dallas im September die richtigen Konsequenzen aus ihrer zuletzt turbulenten Zeit gezogen hat. In Texas trainiert sie wieder unter Steve Collins. Blicken wir kurz zurück. Rigamonti hatte im Sommer 2003 überraschend das Studium in Dallas abgebrochen. Zudem verliess sie ihren Schweizer Verein Atlantide -- für den sie in Zukunft wieder antreten wird -- und dislozierte zu ihrem damaligen Freund Nicola Agosti nach Neapel. Gemäss eigenen Aussagen konnte sie sich in dem Jahr kaum entfalten, wodurch sie auch die Lust am Schwimmen verlor.

Flori Lang erstmals im Final

Flori Lang gelang es endlich, sein Potenzial im richtigen Moment auszuschöpfen. Mit 24,53 verbesserte der 21-jährige Zürcher seinen am Vortag in der Lagenstaffel erzielten nationalen Rekord um 15 Hundertstel. Vor Wien hatte seine Bestzeit bei 24,76 gelegen. Mit etwas mehr Glück hätte bei seiner ersten Final-Teilnahme an internationalen Meisterschaften bei den Erwachsenen gar ein Podestplatz herausgeschaut: Zu Bronze fehlte ihm ein, zu Silber drei Hundertstel. Dennoch gab sich Lang sehr erleichtert. "Es ist einfach super", stammelte er immer wieder. Am meisten Wert sei ihm, welche Entwicklung er in dieser Saison gemacht habe. "Ich habe gelernt, im Wettkampf locker zu bleiben. Dies ist mehr Wert als eine Medaille."

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