Keine Angst vor den grossen Brocken

22.11.2010 - Swiss Waterpolo: Es war eine äusserst schwierige Aufgabe, die der Herren Nationalmannschaft am vergangenen Samstag in Kazan bevorstand.

. Kein geringerer Gegner als Russland, seines Zeichens Silber und Bronze Medaillen Gewinner der Olympischen Spiele von Sydney (2000) und Athen (2004), wurde der von Trainer Salvati betreuten jungen Schweizer Mannschaft serviert. Zu dieser mehr als heiklen Ausgangslage kam erschwerend hinzu, dass sich die Elite Nationalmannschaft seit der B-EM in Lugano in einem Umbruch befindet. Nachdem wichtige Teamstützen zurückgetreten sind, ist ein Neuaufbau gefordert. Diese Massnahme ist aber auch als Chance für einige junge Spieler zu sehen, welche nun sehr früh Erfahrung auf höchstem Niveau sammeln können. Davon werden die Talente in Zukunft zweifelsohne profitieren können.

Schweizer mit mutigem Auftritt
Das Spiel wurde in dem im Hinblick auf die 2013 stattfindende Universiade neu erstellten Olympiabecken ausgetragen. Hinsichtlich der Anlage war festzustellen, dass Kazan bereits zwei Jahre vor dem Grossanlass bereit ist. Ebenfalls bereit war das junge Schweizer Team, denn der frühe russische Führungstreffer konnte gleich im Gegenzug von Rudi Vacho mit einem schönen Backhandtreffer aus der Centerposition egalisiert werden. Danach waren es allerdings die Russen, welche dem Spiel dem Stempel aufdrückten und damit ihrer haushohen Favoritenrolle gerecht wurden. Wie nicht anders zu erwarten, nutzten sie nahezu jeden kleinen Fehler aus, um das Skore sukzessive auszubauen. Obschon die Schweizer um Position und Ball kämpften, konnten die physisch überlegenen Russen immer wieder – auch in Eins gegen Eins Situationen – reüssieren. Erfreulicherweise liessen sich die jungen Schweizer trotz des klaren Verdikts nicht entmutigen und kamen durch Vacho, Fröhli und Cassina zu guten Torchancen. Doch es war Robin Pleyer, der mit einem schönen Schuss aus rund sechs Metern den zweiten Treffer für den Gast erzielen konnte. In der Folge gelang es in der Verteidigung immer besser die russischen Angriffesbemühungen erfolgreich zu stören. Der 17-jährige Torhüter Philip Frei konnte dank gutem Positionsspiel einige russische Distanzschüsse mit Bravur abwehren. Eine schön heraus gespielte Überzahlsituation über den starken Orfeas Malaspinas und Rudi Vacho führte zum dritten Schweizer Treffer. Auch im letzten Abschnitt waren den Schweizern durch Kevin Müller erfolgreich.

Das Schlussresultat von 23-4 spricht zweifellos eine klare Sprache. Trotzdem waren durchaus Lichtblicke im Schweizer Spiel festzumachen. Pleyer, Herzog und Malaspinas waren eine positive Überraschung. Gegenüber dem Frankreichmatch zeigte sich die Mannschaft deutlich verbessert. Nun bleiben einige Monate Zeit bis zu den nächsten Qualifikationsspielen, welche dann vor heimischer Kulisse ausgetragen werden können. Bis dahin werden Coach Salvati und sein Team alles daran setzen, die Mannschaft weiter für diese kommenden Aufgaben zu formen.

Russland : Schweiz23:4(7:1, 6:1, 6:0, 4:2)

Spielort: Kasan, Russland

Zuschauer: 400

Ausschlüsse: Russland 2; Schweiz 8

 

Team Schweiz: 1 P. Frei (SC Winterthur), 2 Kevin Müller (SC Frosch Ägeri, 1 Tor), 3 A. Cassina (SN Lugano), 4 G. Graziani (SN Lugano), 5 O. Fröhli (SC Horgen), 6 O. Malaspinas (Genève Natation 1885), 7 S. Velikov (SC Horgen), 8 S. Knijnenburg (SN Lugano), 9 R. Vacho, C (SC Kreuzlingen, 2 Tore), 10 M. Herzog (SC Kreuzlingen), 11 R. Pleyer (SC Kreuzlingen 1 Tor), 12 H. Caleta (SC Horgen), 13 H.Weber (SC Kreuzlingen)
Bemerkungen: S. Rachle überzählig

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